Erlebnis Bärenschützklamm

Heimatdichter Sepp Maier

„DER LUSTIGE BRIEFTRÄGER AUS PERNEGG“

Sepp Maier wird am 16.03.1939 in Bruck an der Mur als eines von 4 Kindern in ärmlichen Verhältnissen geboren. Er wächst im Zlattengraben bei Pernegg auf. Nach der Pflichtschule macht er eine Maurerlehre und besucht die Bundesgewerbeschule in Graz. Zehn Jahre lang ist der Autor am Bau als Maurer tätig.

Anschließend ist er 15 Jahre lang als Stiftenschläger in Bruck an der Mur beschäftigt. Die letzten 20 Jahre seines Berufslebens ist Sepp Maier als Briefträger in Kirchdorf bei Pernegg bei der Österreichischen Post angestellt.

1961 heiratet der Autor. Im Jahr 1963 kommt die Tochter Barbara und 1965 der Sohn Wolfgang auf die Welt. Als gelernter Maurer baut sich Sepp Maier sein eigenes Haus in Kirchdorf, wo die Familie bis heute lebt.

Sepp Maier schreibt seit seiner frühesten Kindheit Gedichte. Landauf, landab ist er heute in der Steiermark beliebt. Er trägt seine Gedichte bei Frühschoppen, Heimatabenden, aber auch im Radio und im Fernsehen vor. 1975 wird er von Heinz Conrads in dessen bekannte Fernsehsendung eingeladen. Auch bei der Sendung "Ins Land einischaun" ist Sepp Maier mitdabei. Unzählige Auftragsarbeiten hat er für Freunde und Bekannte verfasst.

Sepp Maier ist aber nicht nur Humorist, gelegentlich zeigt er sich auch von seiner besinnlichen Seite und präsentiert seinem Publikum Ernstes und Nachdenkliches. Als Vizepräsident des "Bund Steirischer Heimatdichter" ist er zudem vielen seiner Kollegen ein Vorbild. Heute zählt er in der Steiermark zu den beliebtesten und meistgehörten Humoristen.

Folgende Veröffentlichungen von Sepp Maier sind bereits erschienen:

  • Sou a Viecharei, 1976 Tiergedichte in steirischer Mundart
  • Mei Freind, der Zwetschkenblau und i, Lustige Gedichte, Erlebtes mit Freund Zwetschkenblau
  • Liebe, Sehnsucht, Hoffnung, und Leid Gedichte in Schriftsprache , Besinnliches und Liebesgedichte
  • Die Frau Semperl, die Frau Suderl und die Kepplthres, 1981, Lustiges aus dem Leben
  • Liebes - tränen, 1986 Liebesgedichte, Lyrik in Schriftsprache
  • Des wa jo glocht, 1995 Mundartgedichte
  • Bitte weine nicht, 1996 Besinnliches, Liebesgedichte, Jahresreigen und Stammbuchverse
  • Auf Weihnochtn zuwi, 2002 Weihnachtsgedichte in Mundart
  • Mitarbeit bei den Anthologien: Steirische Mundartdichtung der Gegenwart und So red ma bei uns im Steirerland und 2001 Wos wir im ganzen Joahr zan feiern hobn
  • Lustig durchs Leben, 1998 Gedichte in steirischer Mundart
  • Hiatz wird nur nou g´locht, 2000, Gedichte in steirischer Mundart
  • Im Roseggerfilm "Als ich das erste Mal auf dem Dampfroß saß", spielte er den Bahnhofsvorsteher

Zahlreiche Auszeichnungen sind Sepp Maier bereits verliehen worden:

Vom Waglbacher bis zu Gedichtwettbewerben in der Steirerkrone hat er viele Preise gewonnen. Dr. Karl Panzenbeck - Gedächtnispreis - Vortrag von humoristischen Arbeiten, 1999
Das Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark, 2005

 

Nachstehend einige Kostproben: 

SUNNWENDFEUER

Leitln, es is Sunnawendn!
Trachtler hobm dürr’s Graß z’somm’gricht’t.
Auf da großn Blößn entn
hobm s as za an Haufn gschlicht’t!

Buama in da Lederhosn,
mit a Fockl in die Händ’,
kemman za dem Stoß, dem großn,
va vier Seitn zuwigrennt!

Zuwighoazt! Und weit sull’s leichtn,
’s Feuer, va da Blößn her!
Polmkatzl nou, oani gweichtn,
donn wern d’ Wetter net sou sper!

Feuersprücherln sogn die Jungan!
Aufgspült wird donn nou am End’!
Drauf wird übers Feuer gsprungan!
Is sou Brauch za Sunnawend’! 
 

KOA NOCHRICHT KRIAGT?

Wißts eh, im „Hotel Waldesruah“
do geht’s zu Mittog hektisch zua.
Da Veit hot Kolbsbrotn bestöllt.
Die Kellner flitzn um, wia g’ölt.
Seit oana Stund’ wort’t hiatz da Veit,
sei’ Essn wüll net kemman heit.
Er red’t in Kellner aon im Haus:
„Wia schauts’n mit mein’ Essn aus?“
Der frogt, wia er sih zuwibiagt:
„Hobm Se ’leicht nou koa Kortn kriagt?“
Do frogt da Veit mit lauter Stimm’:
“Hot ma da Koch ’leicht oani gschriebm?”  

 

EHESTREIT !

Da Seibertriegla Hias hot heit
scha wieder mit da Frau an Streit.
Sie red’t eahm zua, frogt: „Is des not?
Mir sitzn jo im gleichn Boot!“
Er sogt: „Des stimmt und ih find’s schön.
Nur spülerst du gern Kapitän
und va mir hätt’st gern, ih wa de Null,
de ollwal für dih rudern sull!“

 

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